Vom realen Mahnmal ins digitale Erinnern:
Geschichte, die uns etwas angeht.
Die „Vergessenen Frauen von Aichach“ bekommen einen digitalen Erinnerungsraum. Wir gestalten eine Website, die das Mahnmal ergänzt, persönliche Geschichten erzählt und auch junge Menschen anspricht.
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Zwei Steine. Viele Geschichten.
Ein Marmor- und ein Graphitblock, getrennt durch einen schmalen Spalt: Das vom Künstlerduo Schwarzenfeld gestaltete Mahnmal vor dem Aichacher Stadtarchiv erinnert an Frauen, die in der Strafanstalt und im damaligen Krankenhaus Opfer nationalsozialistischen Unrechts wurden. Im Zwischenraum steht eine Botschaft der ehemaligen Gefangenen Vera Michelin-Salomon. Wer sie lesen möchte, muss näher treten.
Auch die filigranen Muster auf den Außenseiten laden zum Entdecken ein: In die Gestaltung integrierte QR-Codes führen auf die Website. Hier setzt sich die Begegnung fort – mit Biografien, historischen Dokumenten und Hintergründen. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstlerduo Schwarzenfeld und dem Frauenforum Aichach haben wir diesen digitalen Erinnerungsraum gestaltet.
Mut zur Farbe. Respekt vor dem Thema.
Eine Website zu diesem Thema darf Aufmerksamkeit wecken. Sie soll berühren, neugierig machen und zum Weiterlesen einladen.
Bordeaux trifft auf Rosa, Orange und Grün. Große Serifenschrift gibt den Worten Gewicht, organische Übergänge verbinden die Inhalte. Feine Spitzenmuster greifen die ornamentale Sprache des Mahnmals auf. Historische Schwarz-Weiß-Bilder begegnen einer bewusst gegenwärtigen Gestaltung.
Dunkle Zitatflächen setzen klare Einschnitte und lassen einzelne Aussagen nachwirken. So entsteht ein Auftritt mit Spannung und Haltung – mutig und zugleich respektvoll gegenüber den Frauen und ihren Schicksalen.
Geschichte kennenlernen. Erinnerung mitgestalten.
Persönliche Geschichten, Podcasts und ein Video schaffen Nähe. Von dort führt die Website zu historischen Zusammenhängen, Gesetzen, Orten und Verantwortlichen. Die klare Struktur ermöglicht einen ersten Überblick und lädt zum Vertiefen ein.
Einen eigenen Platz bekommen die Schülerprojekte. Sie zeigen, wie junge Menschen Spuren suchen, Fragen stellen und eigene Formen des Erinnerns entwickeln. Die Website würdigt die Ideen aus dem Schülerworkshop und lädt zum Mitmachen ein. Zeitgemäße Gestaltung und unterschiedliche Medien öffnen dabei auch einer jungen Zielgruppe den Zugang.











